Projektbegleitende Arbeitsgruppe eingerichtet –Auch die finanziellen Grenzen im Blick

Nichts ist derzeit so stark in Bewegung wie unsere Schullandschaft. Dafür gibt es viele Gründe. Die demographische Entwicklung stellt immer neue Herausforderungen, die Leistungsangebote fordern von den beruflichen Schulen stärkere Konzentration und die Verschärfung der Profile. Vor allem der Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung hat das gesamte Schulsystem enorm unter Druck gesetzt.

Es ist verständlich, dass Eltern für ihre Kinder immer das beste Angebot wollen. Aber das Land hat mit dieser schlecht vorbereiteten Entscheidung die Schullandschaft regelrecht ins Chaos geführt! Die Werkrealschulen sterben, obwohl sie hervorragende pädagogische Arbeit leisten – die Realschulen sind unter Druck, da sie plötzlich mit Schülern konfrontiert sind, die die erforderliche Leistungsfähigkeit nicht mitbringen. Den Gymnasien geht es nicht anders. Auch der Landkreis mit seinen beruflichen Schulen ist hiervon massiv betroffen.

Da im Landkreis Esslingen umfangreiche Investitionen in die Berufsschulen anstehen, haben wir Freien Wähler bei der Haushaltsplandebatte gefordert, den bestehenden Masterplan zu aktualisieren, bevor in größere Maßnahmen gegangen werden. Dem hat der Kultur- und Schulausschuss des Landkreises in seiner letzten Sitzung nun zugestimmt.

„Uns war es dabei wichtig, dass der Kreistag bereits projektbegleitend in die Fortschreibung mit einbezogen wird. So entsenden die Freien Wähler nun  vier erfahrene Vertreter in den Projektausschuss. Mit Claudia Grau, Rainer Lechner, Günter Riemer und Jens Timm haben wir die Sprecher aller hiervon berührten Fachausschüsse im Verfahren“ begrüßt der Fraktionsvorsitzende Bernhard Richter die Entscheidung, dass nicht nur Vertreter des Kultur- und Schulausschusses mit eingebunden werden. Da große Investitionen zu erwarten sind, sollten sowohl der Verwaltungs- und Finanzausschuss wie auch die Baufachleute von Anfang an dabei sein. Diese Meinung teilten in der Sitzung allerdings lediglich die SPD und die Vertreter der Linken. Trotzdem kam eine Mehrheit zustande.

„Wir wollen eine hohe pädagogische Qualität, die aber auch finanziell t sein muss“ fasst Richter die Haltung der Freien Wähler zusammen.


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