Bernhard Richter in weitere Amtsperiode gestartet

Landrat Marcel Musolf und Bernhard RichterNach seiner Wiederwahl am 20. Oktober 2024 hat Reichenbachs Bürgermeister und der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Kreis Bernhard Richter aus den Händen von Landrat Marcel Musolf am 21. Januar 2025 seine Wahlprüfungsurkunde erhalten.

Landrat Marcel Musolf zitierte zu Beginn seiner Rede Martin Luther mit den Worten „Wenn der Bürgermeister seine Pflicht tut, werden kaum vier da sein, die ihn mögen“ und hob dabei auf das Spannungsfeld ab, in dem ein Bürgermeister bei der Ausübung seines Amts steht. Insbesondere auch vor der immer schwieriger werdenden finanzpolitischen und weltpolitisch ungewissen Entwicklung. Die notwendige Transformation der Wirtschaft und der Klimawandel machen die Aufgabe eines Rathauschefs  nicht einfacher, so Musolf weiter.

Er betonte, dass Reichenbach dank des konstruktiven Zusammenspiels von Bürgermeister und Gemeinderat sehr gut aufgestellt sei, und dass Richter nicht nur für „sein“  Reichenbach, sondern auch für „seinen“ Landkreis unermüdlich im Einsatz sei und dafür lebe. Richter kenne alle Facetten der unterschiedlichen kommunalen Ebenen, sei stetiger Motor der Gemeinde und ein erfahrener Routinier. Er beglückwünschte die Reichenbacher zu ihrem Schultes.

Im Anschluss übernahm Rudi Munz als vom Gemeinderat bestimmtes (und zugleich ältestes) Mitglied des Gemeinderats die formelle Verpflichtung Richters entsprechend der Gemeindeordnung.

Richters Nachbar und Stellvertreter in der kreistagsfraktion Frank Buß überbrachte die Glückwünsche der Bürgermeisterkolleginnen und -kollegen. Er stellte in Frage, ob die Formulierung, die die baden-württembergische Gemeindeordnung als Voraussetzungen für das Ausüben des Bürgermeistersamtes definiere, ausreiche, um als Rathauschef eine Kommune wie Reichenbach, mit einem Haushaltsvolumen von 40 Mio Euro und über 250 Mitarbeitern, den Anforderungen gerecht zu werden.  Gleichzeitig brachte er seine Freude zum Ausdruck, dass nach wie vor ein kompetenter Kollege und Verwaltungsprofi die Geschicke Reichenbachs lenke. „Reichenbach hat das Glück, dass mit Bernhard Richter seit 32 Jahren ein Mann in der Verantwortung steht, der immer wieder bewiesen hat, dass er es kann. Es gibt im Landkreis Esslingen wenige Kommunen, die sich in den letzten 3 Jahrzehnten so positiv entwickelt haben.“

Als letzter Redner des Abends griff Bernhard Richter selbst zum Mikrofon. Er ging auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen, die Veränderung der Parteienlandschaft und damit verbunden instabile Mehrheitsverhältnisse auf den unterschiedlichen Ebenen sowie die  vom Landrat angesprochenen Transformationsprozesse ein. Mittlerweile werde es immer schwieriger, von der Gesellschaft anerkannte bzw. von der Bevölkerung akzeptierte Entscheidungen zu treffen. Auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie hätten vieles zerstört, was zuvor an Gemeinschaft vorhanden war.

Angesichts dieser Entwicklungen habe er sich die Entscheidung, ob eine erneute Kandidatur nach 32 Jahren im Amt richtig seien, nicht leicht gemacht. Aber letztendlich hätten ihn die Unterstützung aus den Gemeinderatsfraktionen heraus, sein Tatendrang  und der Wunsch, Angefangenes richtig ins Laufen zu bringen, wie beispielsweise die Umstrukturierung der Sozialstation, dazu bewogen, weiterzumachen.

Der Wahlkampf sei jedoch herausfordernd gewesen. Bernhard Richter hob darauf ab, dass er in den sozialen Medien über Monate hinweg Hass und Anfeindungen gegen seine Person erlebt hatte und dabei auch seine Gemeinde schlechtgeredet worden sei. „Das geht nicht spurlos an einem vorbei“, so Richter.  Umso mehr bedankte er sich bei seinen Unterstützern, seinen Wählern, den Gemeinderätinnen und -räten, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie insbesondere bei seiner Familie.–.

Trotz allem blicke er nun zuversichtlich auf seine fünfte Amtszeit. Letztendlich zähle für ihn das Erreichen der notwendigen absoluten Mehrheit  im ersten Wahlgang und die vielen positiven Rückmeldungen, die er in letzter Zeit erhalten habe. „Jetzt haben Sie mich wiedergewählt und haben mich für weitere 8 Jahre“, so Richter, und er versprach: „Ich werde mein Amt nach wie vor mit Herz und Seele und vollem Einsatz ausüben“.

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