Neue Sonderschule „Auf dem Säer“ in Nürtingen kommt voran

Die Standortuntersuchung zur Errichtung einer neuen Sonderschule  „Auf dem Säer“ in Nürtingen wird fortgesetzt. So hat es der Kultur- und Schulausschuss in seiner letzten Sitzung am 05.06.2025 beschlossen. Damit soll die große Raumnot an den Sonderpädagogische Bildungs- und
Beratungszentren (SBBZ) des Landkreises behoben werden.

In der Klausurtagung im Januar 2025 war es noch ein vorsichtiges Vorantasten, nun steht es fest: die Realisierung einer neuen Sonderschule „Auf dem Säer“ in Nürtingen „schreitet mit Siebenmeilenstiefeln voran“. So der Sprecher der Freien Wähler im Kulturausschuss Martin Klein letzte Woche bei der Sitzung in Wernau.

Seit dem Schuljahr 2017/2018 sind die Schülerzahlen am Rohräckerschulzentrum Esslingen um 155 Schülerinnen und Schüler angestiegen, an der Verbundschule in Dettingen um 3 und an der Bodelschwinghschule in Nürtingen um 75. Derzeit gibt es ergänzenden Schulraum als Notbehelf in Modulbauten an der Rohräckerschule, weitere Modulbauten werden für das kommende Schuljahr für die Bodelschwingschule derzeit vorbereitet. Da dies für die mittelfristige Zukunft nicht tragbar ist, wird nun ein Schulneubau geplant.

Die Kreistagsverwaltung hatte der Empfehlung des Kultur- und Schula-Ausschusses folgend eine erweiterte Standortuntersuchung an verschiedenen Orten im Landkreis durchgeführt. Ergebnis: Nur der Standort in Nürtingen könnte das notwendige Anforderungsprofil erfüllen.

Die nächsten Planungsschritte sind jetzt bei der Stadt Nürtingen mit der  Neuaufstellung des Bebauungsplanes „Sondergebiet Auf dem Säer“ 3. Änderung sowie der Untersuchung der Verkehrs- und Parkraumsituation in diesem Bereich. “Springender Punkt für das Vorhaben ist die Verkehrserschließung“, so Kreisrat Martin Klein in der Sitzung. Er verwies auf große Bedenken in der Fraktion im Hinblick auf eine nachhaltig funktionierende Verkehrserschließung. Schon heute sei die Verkehrssituation auf dem Säer problematisch, so dass zusätzlicher Verkehr durch die neue Schule in eine noch zu erstellende Gesamtlösung funktional eingebettet werden müsse.

Die Größenordnung des Projektes wurde durch eine erste Kostenschätzung deutlich: Es ist von 115 Mio. € die Rede. Nach Verrechnung von Zuschüssen sind es ca. 70 Mio. €, die am Landkreis hängen bleiben. Nicht eingerechnet sind hierbei Kosten für eine neue Parkierungsanlage, die durch den zusätzlichen Parkraumbedarf und durch Umwidmungen der Flächennutzung notwendig werden

Die Verwaltung wurde beauftragt, eine Finanzierungsstrategie zu erarbeiten –  eine Steuerungsgruppe soll das Vorhaben in der weiteren Entwicklung begleiten.

 

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