Freie Wähler zu Jugendarbeit, Vorsorge für alte Menschen und sozialen Sicherheit

pm-fw: Zur Kreistagswahl am 13. Juni schreiben die Freien Wähler:
Ein Schwerpunkt im Aufgabenbereich des Landkreises liegt im weiten Feld der sozialen Sicherheit. Dies wird in der gegenwärtigen Wirtschaftslage besonders deutlich. Hilfe für unverschuldet in Not geratene Mitbürger, Fürsorge für die zunehmende Zahl älterer Mitbürger, Neuorientierung der Jugendarbeit und Kooperation mit bürgerschaftlich getragenen sozialen Initiativen, dies alles ist mehr denn je gefordert.

Hier können die Freien Wähler auf eine umfassende Kenntnis der örtlichen Verhältnisse zurückgreifen, da ihre Kandidatinnen und Kandidaten im Geschehen der Städte und Gemeinden verwurzelt sind.

Viel zu spät hat die Politik in Bund und Land auf die Veränderungen im Altersaufbau unserer Gesellschaft reagiert. Der Landkreis Esslingen ist hier in beispielhafter Weise vorangegangen. Auf der Basis der Altenhilfeplanung wurde flächendeckend die Schaffung von Pflegeplätzen gefördert. Dabei hat man besonders auch beispielhafte Projekte, wie den Nürtinger Kroatenhof, unterstützt. Soziale Dienste wurden auf die besonderen Bedürfnisse alter Menschen ausgerichtet und bürgerschaftliche Initiativen gefördert. Die Freien Wähler treten dafür ein, die ambulanten Dienste der Krankenpflege sowie der Haus- und Nachbarschaftshilfe weiter auszubauen, um möglichst viele ältere und pflegebedürftige Menschen in ihrer vertrauten Umgebung versorgen zu können.

Die schwierige Situation in der Arbeitswelt stellte für viele junge Menschen eine besondere Belastung dar. Statt der von der Wirtschaft zu Recht abgelehnten Ausbildungsabgabe sollten Bund und Land mehr Mittel für zielgerichtete Jugendarbeit und Schulsozialarbeit bereitstellen. So kann an den Schulen neben Wissen vor allem auch soziale Kompetenz vermittelt und Hilfe bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz gegeben werden. Die Zentralisierung der Betreuung von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern bei der Bundesanstalt für Arbeit bezeichnen die Freien Wähler als verhängnisvolle Fehlentwicklung. Die Kreise und Gemeinden werden mit Milliardenkosten belastet, ohne ihre örtlichen Kontakte zur Wirtschaft wirkungsvoll einsetzen zu können.
Die Arbeit des Kreisjugendrings darf sich nicht auf die Jugendhäuser beschränken, sondern muss sich stärker als in der Vergangenheit an sozialen Brennpunkten orientieren. Dies ist eine zentrale Forderung der Freien Wähler, die mittlerweile in die Zukunftskonzeption des Kreisjugendrings eingeflossen ist.

Sozialhilfe muss mehr sein als Geldleistungen. Hilfe zur Selbsthilfe ist ein Grundprinzip, für das sich die Freien Wähler heute und künftig aussprechen.


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