Freie Wähler unterstützen dieses für die Verkehrsentlastung auf den Fildern wichtige Projekt

Was lange währt ….. Mit diesem Schlagwort könnte man die unendliche Geschichte eines besseren Schienenverkehrs im Filderraum überschreiben. Kreisrat Dieter Lentz, der schon in seiner Zeit als Erster Bürgermeister in Filderstadt die Maßnahme vorangetrieben hat, nahm in der Sitzung des Kreistags am 10. Oktober 2013 für die Kreistagsfraktion Freie Wähler wie folgt Stellung:

Die Forderung nach einem Ausbau des schienengebundenen Personennahverkehrs auf den Fildern war in den vergangenen Jahren, ja Jahrzehnten, ein Anliegen aller Fraktionen gewesen. Unzählige Gutachten hatten sich mit diesem Thema auseinandergesetzt und verschwanden wieder in den Schubladen.

Doch Beharrlichkeit kann sich auszahlen.

Neue Projekte auf den Fildern, wie Messe oder der Flughafenbahnhof im Zuge von S21, haben und werden die Verkehrsnachfrage stark verändern. Vor diesem Hintergrund wurde bereits 2002 ein Arbeitskreis gebildet, dem ich auch angehörte, mit dem Ziel eine Schienenverbindung von Möhringen bis Neuhausen a. d. F. zu untersuchen. Bei Vorliegen der Wirtschaftlichkeit wurde seitens des Bundes schon früh eine GVFG-Förderung in Aussicht gestellt. 

Nach vielen Expertisen war Ende 2006 eine große Ernüchterung eingetreten, da alle Varianten, wegen immenser Umbaukosten im Bereich des Flughafens, die Grenzen der Wirtschaftlichkeit nicht erreichten. Meine damalige, noch vorsichtig geäußerte, Idee auf einen durchgehenden Stadtbahnbetrieb zu verzichten und mit dem eingesparten Geld die S-Bahn zu verlängern um insgesamt Kosten zu sparen wurde vom „Bundesminister für Verkehr“ positiv gesehen und war die Grundlage für ein wirtschaftliches Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Verbindung von Stuttgart-Möhringen nach Neuhausen a. d. F.

Für die wirtschaftliche Entwicklung des Filderraumes ist das Projekt eine maßgebliche und entscheidende Zukunftsinvestition, die uns auch weitere Perspektiven eröffnet, – nämlich die Verlängerung der S-Bahn ins Neckartal sowohl nach Wendlingen wie auch nach Esslingen

Der jetzige Zeitplan der Realisierung ist ambitioniert, doch machbar. Vertrauen haben wir in die SSB als Projektträger für die S-Bahn Strecke. Angesichts von S21 ist dies auch gut so. Gesichert wäre damit auch eine optimale und funktionierende Anbindung des neuen Filderbahnhofes durch den schienengebundenen ÖPNV nach Inbetriebnahme von S 21.

Respekt gebührt allen kommunalen Partnern des Projekts, die anders wie bisher, bei dieser Vereinbarung voll in das Risiko von Kostensteigerungen oder des Ausfalls von Fördergeldern gehen. Wie wichtig allen diese Maßnahme ist, zeigt die bisherige große Zustimmung zu dieser Vereinbarung in den Gemeindeparlamenten und im Kreistag. Umso verwunderlicher stimmt uns die Kritik eines maßgeblichen Vertreters der SPD, der mit Hinweis auf die Finanzen der Vereinbarung seine Stimme verweigert. Wo doch die SPD in der Vergangenheit einerseits unermüdlich den Ausbau des ÖPNV einforderte anderseits jedoch regelmäßig für eine geringere Kreisumlage votiert hat.

Die Freien Wähler werden aus Überzeugung zustimmen.


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