Fraktion Freie Wähler respektiert den Wunsch einer größeren Fangemeinde

Am Bekenntnis zum seit mehr als 40 Jahren bestehenden Landkreis Esslingen wird nicht gerüttelt. Man greift aber den Wunsch der Stadt Nürtingen und einer größeren Facebook-Fangemeinde auf, und erweckt das frühere kennzeichen „NT“ wieder zum Leben. Nachdem der Kreistag in einem ersten Anlauf vor zwei Jahren noch zurückhaltend reagiert und die Wiedereinführung abgelehnt hatte, erteilt nun eine klare Mehrheit ihre Zustimmung. Mit entscheidend war die Einführung des sog. „lebenslangen“ Kennzeichens ab dem kommenden Jahr, das auch bei Umzügen mitgenommen werden kann.

Für die Fraktion Freie Wähler führte deren Vorsitzender, Bürgermeister Bernhard Richter, aus:

Das Thema Altkennzeichen „NT“ ist eigentlich eher ein emotionales Thema.

Es gibt glühende Befürworter für die Wiedereinführung aber es gibt auch viele, denen dieses Thema ziemlich egal ist – und die sagen, dass es eigentlich im Moment wirklich dringendere Probleme auf der Welt und auch im Landkreis gibt.

Rein zur Faktenlage hat das Kennzeichen eigentlich die Funktion der klaren Zuordnung des Halters zu einer Region bzw. zu einem Kreis. Dies hat sich in der jüngsten Vergangenheit aber schon deutlich geändert und wird sich ab dem 1.1.2015 nochmals gravierend ändern.

Nehmen Sie das Beispiel BK – das in der Zwischenzeit dem Bördekreis in Sachsen-Anhalt zugeordnet wurde. Hier hat man jetzt einen Kompromiss gefunden, dass auch Backnang sein BK wieder bekommen kann – indem gewisse Nummernkombinationen den jeweiligen Kreisen zugeordnet werden. Schon hier hört es auf mit der klaren Zuordnung des Fahrzeughalters.

Stellen Sie sich vor, dass ein Backnanger Schwabe voller Freude im Urlaub in Italien einen vermeintlichen Landsmann fragt, in welchem Flecken er denn wohnt…und daraufhin nur in ein erstauntes Gesicht blickt…

Wenn jetzt ab dem 1.1.2015 das Kennzeichen sogar in einen anderen Landkreis mitgenommen werden kann, entfällt diese  Sachlage eigentlich komplett.

Mehrkosten sind aus der Wiedereinführung nicht zu erwarten – also haben wir uns die Frage gestellt, warum man unter diesen Voraussetzungen die Wiedereinführung eigentlich nicht zulassen sollte.

Wir Freien Wähler sind zu dem Schluss gekommen, dass wir den glühenden Verfechtern der Wiedereinführung nicht im Wege stehen wollen und werden deshalb mehrheitlich für die Wiedereinführung stimmen.

 

 


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