Freie Wähler unterstützen die Idee eines Gesundheitskampus – ergänzt durch weitere Nutzungen

Es war ein langer und dorniger Weg – das neue Nutzungskonzept für das Plochinger Krankenhaus. Nachdem eine ausschließlich medizinische Verwendung am Veto des Sozialministeriums scheiterte, ziehen jetzt die Weiterbildungsakademie der Kreiskliniken, die Krankenpflegeschulen, eine Psychiatrische Institutsambulanz und das Gesundheits- und Veterinäramt dort ein. Aus Sicht der Fraktion Freie Wähler wird mit dieser zukunftsfähigen Lösung ein schmerzlicher Prozess beendet, der vielleicht nicht alle zufriedenstellt, aber doch einen vertretbaren Kompromiss darstellt. Der Vorsitzende der Fraktion, Bürgermeister Bernhard Richter, führte in der Kreistagssitzung am 9. Oktober folgendes aus:

Die Schließung des Plochinger Krankenhauses war ein für den Einzugsbereich des Plochinger Hauses – aber auch für den gesamten Kreistag sehr schwieriger Prozess. Gerade das Thema Krankenhaus ist in der Bevölkerung höchst emotional belegt und deswegen sind Veränderungen – und in diesem Fall war es eine gravierende Veränderung – ganz besonders schmerzhaft.

Unser gemeinsames Ziel war es dann, ein medizinisches Nachnutzungskonzept zu finden. Leider lässt sich das jetzt aus den genannten Gründen nicht verwirklichen. Letztlich muss man politisch aber schon festhalten, dass zusätzliche Betten vom Sozialministerium nicht genehmigt werden – auch wenn die Abgeordneten vor Ort manchmal anderslautende Meinungen vertreten.

Das zu beklagen ist die eine Seite – hilft uns im Ergebnis aber nicht wirklich weiter.

Deshalb sind wir Freien Wähler sehr froh, dass es nun gelungen ist ein schlüssiges Gesamtkonzept für das gesamte Haus zu finden – denn der worst case wäre mit Sicherheit ein Leerstand gewesen – den  wollen wir alle nicht. Die nun gefundene Lösung in Plochingen einen Gesundheitscampus zu bilden hat nicht nur Charme sondern ist ein wirklich gutes Konzept für diesen Standort.

Die Zusammenlegung der drei Bildungseinrichtungen der Kreiskliniken ist aus unserer Sicht überzeugend.

Mit den Krankenpflegeschulen und der Akademie kann somit eine sinnvolle Nachnutzung realisiert werden. Dieser neue Gesundheitscampus – ergänzt durch die Wohnunterbringung der Schwesternschülerinnen ist in sich schlüssig.

Auch die Psychatrische Institutsambulanz in Plochingen zu installieren ist richtig, da wir diese Einrichtung zur Versorgung psychisch kranker Menschen brauchen.

In dieses Gesamtkonzept passt auch die Verlagerung des Gesundheits- und Veterinäramtes mit seinen derzeit 83 Beschäftigten hervorragend dazu, da im Landratsamt dringend Räumlichkeiten benötigt werden.

So lassen sich mit dieser Lösung mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Wir hoffen und wünschen uns, dass nun in unseren Klinikbetrieb wieder Ruhe einkehren kann.

Wirtschaftlich sind wir auf einem guten Weg – und medizinisch sind unsere Kreiskliniken hervorragend aufgestellt. Das geht nur mit hochqualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für ihre Arbeit aber auch ein ruhiges Umfeld benötigen.

Mit der Überzeugung, dass wir hier eine wirklich gute Lösung gefunden haben stimmen die Freien Wähler dem Beschlussantrag zu.

 

eistagssitzung am 9. Oktober folgendes aus:

 


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