Der wirtschaftlich prosperierende Filderraum leidet auch unter erheblichen Nachteilen dieser Dynamik. Vor allem die Verkehrsbelastung, mit verursacht durch den fehlenden Ausbau der B 27 und des Schienennetzes,  ist eine große Hypothek für dort lebenden Menschen, aber auch die Berufspendler.

Eine entscheidende Weichenstellung zur Verbesserung der Situation sehen die Freien Wähler im Landkreis in der Weiterführung der S-Bahn über Bernhausen nach Neuhausen. Die beteiligten Kommunen und der Landkreis sind bereit, sich in erheblichem Umfang finanziell zu engagieren. Einzelheiten können Sie der Vorlage für Verwaltungs- und Finanzausschuss entnehmen.

Der Sprecher der Kreistagsfraktion, Bürgermeister Rainer Lechner, bezog in der Sitzung wie folgt Position:

S-Bahn-Verlängerung nach Neuhausen nimmt Fahrt auf

„Nachdem der Kreistag in seiner Sitzung am 11.12.2014 als erste Meilensteinentscheidung beschlossen hatte, die Planungen bis zum Planfeststellungsverfahren weiterzuführen, konnte in der VFA-Sitzung am 09.07.2015 der eingleisigen Lösung zwischen Sielmingen und Neuhausen a.d.F. als technisch sinnvolle Lösung zugestimmt werden.

Die Planungen haben nun einen Stand erreicht, dass Mitte 2016 die Planfeststellung eingeleitet werden kann. Sollte der Planfeststellungsbeschluss bis zum Frühsommer 2018 vorliegen, könnte der Kreistag dann in Kenntnis der Kosten und der bewilligten GVFG-Förderung den Baubeschluss fassen. Nach Ausschreibung und Vergabe wäre Ende 2018 ein Baubeginn möglich. Es wird mit einer Bauzeit von 3,5 Jahren gerechnet, so dass eine Betriebsaufnahme des S-Bahnverkehrs nach Neuhausen im Fahrplanjahr 2021/22 möglich werden könnte.“

Neuhausen 2023

Die Gemeinde Neuhausen wird durch den künftigen S-Bahn-Anschluss eine weitere Steigerung des Wirtschaftsstandort und Ihrer Wohn- und Lebensqualität erfahren. Wenn Sie sich ein Bild davon möchten, wie Neuhausen 2028 aussehen könnte, dann sehen Sie sich die Präsentation des Planungsbüros Baldauf an. Sie verdeutlicht die Zukunftschancen Neuhausens.

Eine wesentliche Entscheidung zur Fortführung des Projekts sieht Rainer Lechner im positiven Signal des Bundes im Herbst letzten Jahres, die Mittel des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) ungekürzt über 2019 hinaus fortzuführen. Somit entfiel für den Landkreis das zu erwartende Finanzierungsrisiko durch das Auslaufen der alten Finanzierungsregelungen Ende 2019. Damit steht nun ausreichend Zeit für die Konkretisierung der Planung einerseits sowie die detaillierten Vorbereitung des GVFG-Förderantrags andererseits zur Verfügung. „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“ lautet nun die Devise, damit auch alle erforderlichen Baumaßnahmen mit möglichst genauen Kostenschätzungen in den Antrag aufgenommen werden können.

Damit rückt eine dringend notwendige Schienenverbindung auf den Fildern wieder ein Stück näher, um die täglichen Staus im Berufsverkehr wenigstens ein bisschen zu reduzieren.

 

 


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