Eine regionale Organisation soll entstehen – Freie Wähler betonen Notwendigkeit

Ein gut ausgebautes Datennetz mit hoher Übertragungsrate ist für einen starken Wirtschaftsraum wie den Landkreis Esslingen von großer Bedeutung. Aber auch viele Bürgerinnen und Bürger empfinden dies als einen Teil der Daseinsvorsorge. Derzeit gibt es noch immer zahlreiche“weiße Flecken“ auf der Datenlandkarte – auch viele Gewerbegebiete sind nicht ausreichend versorgt. Mehr und mehr wird dies zu einem Standortnachteil. Für die Fraktion Freie Wähler ist dies ein vorrangiges Feld der Wirtschaftsförderung.

Schon im vergangenen Jahr hatte der Landkreis Esslingen Mittel für die Planung eines Back-Bone-Netzes bereitgestellt. Es zeigt sich nun, dass ein Ausbau nur auf der Ebene eines Landkreises nicht wirtschaftlich ist. Deshalb wollen nun die Landkreise rund um Stuttgart mit dem Verband Region Stuttgart kooperieren und eine gemeinsame Organisation (Anstalt des öffentlichen Rechts) gründen. Sie soll das Backbone-Netz planen, errichten und betreiben. Man verspricht sich durch dieses große Gebiet eine stärkere Marktmacht. Die Städte und Gemeinden sind nicht Mitglied dieser Anstalt, sondern sind über den Landkreis vertreten.

Der Landkreis muss zunächst finanziell in Vorlage gehen (für 2017 rd. 47 000 €, ab 2018 rd. 115 000 €). Diese Gelder und die Investitionen der einzelnen Kommunen sollen später über Pachteinnahmen refinanziert werden. Die Kommunen rechnen zudem mit einer Landesförderung.

Für die Fraktion Freie Wähler begrüßte Kreisrat Albert Kamm die Initiative. „Dies muss zeitnah angepackt werden, sonst wird auf diesem Gebiet die Zukunft verschlafen“, hob Kamm mahnend den Zeigefinger.


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