Jahresbericht des Kreisjugendrings – Einrichtung des Kreisjugendreferats

Der Landkreis Esslingen betreibt seit Jahrzehnten eine umfangreiche Förderung für junge Menschen und bedient sich dabei auch erfahrener Träger der Jugendhilfe, z.B. des Kreisjugendrings. Das eigene Engagement soll nun stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Dazu hat der Kreistag schon im Dezember 2015 beschlossen, ein mit 2 Vollkräften ausgestattetes Kreisjugendreferat einzurichten. Diese Stellen sind nun im Etat 2017 ausgewiesen. Der Jugendhilfeausschuss befasst sich in seiner letzten Sitzung auch mit dem Jahresbericht 2016 des Kreisjugendrings.

Aus der Sitzung berichtet Kreisrat Lorenz Kruß, Bürgermeister der Stadt Aichtal:

Kreisjugendring (KJR) wieder auf stabilem Kurs

Der Kreisjugendring hat nach Einschätzung der Fraktion Freie Wähler seine finanzielle Krise nach den vollzogenen personellen Konsequenzen weitgehend gemeistert. Dies lässt sich aus den für das Jahr 2017 vorgelegten Zahlen ablesen. Dennoch: Der Konsolidierungsprozess muss weiterlaufen. Die Fraktion hat klargestellt, dass der KJR mit seiner neu aufgestellten Geschäftsführung wirtschaftlich und pädagogisch wieder selbst Verantwortung übernehmen muss. Hier gibt es noch viel zu tun. Es stehen aber nun Steuerungsinstrumente zur Verfügung, die eine Situation wie 2015 verhindern können. Diese müssen konsequent genutzt, verfeinert und täglich umgesetzt werden. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand, Geschäftsführung und Verwaltungsrat entwickelt sich gut.

Es ist der Eindruck entstanden, dass insbesondere der KJR den gesamten Konsolidierungsprozess nach anfänglicher Skepsis als Chance wahrgenommen und schließlich auch so verstanden hat. Wenn von dortiger Seite Verwaltungsrat und Beirat, die mit Kontrollfunktionen ausgestattet sind und über weitgehende Rechte verfügen, als Partner wahrgenommen werden, dann kann sich der KJR ohne Probleme „am Markt“ behaupten und verfügt dann auch wieder über eine sichere Zukunft.

Einrichtung des Kreisjugendreferats

Schon im Dezember 2015 vom Kreistag beschlossen, geht es nun an die Einrichtung des Kreisjugendreferats. Mit 2 Vollzeitstellen, die im Etat 2017 ausgewiesen sind, ist eine schlagkräftige personelle Ausstattung gegeben. Frau Christine Kenntner als Leiterin wird unterstützt von Frau Karoline Speer – beide sind als pädagogische Fachkräfte im Kreisjugendamt angesiedelt. Sie befassen sich mit Themen wie offene Kinder- und Jugendarbeit, mobile Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Jugendberufshilfe. Ein weitgespanntes Feld, denn im Landkreis gibt es 31 Jugendhäuser und 15 jugendhausähnliche Einrichtungen.

Das Referat kümmert sich um Vernetzung und Koordinierung der Jugendarbeit, steht als Fachberatungsstelle bereit und ist mit der konzeptionellen Weiterentwicklung der genannten Themen beauftragt. Die Orientierung an bedarfsgerechten, ressourcenschonenden, flächendeckenden und passgenauen Angeboten geben die Richtung und die Aufgaben vor, damit alle Kinder und Jugendlichen im Kreis profitieren können.

Die massiv geäußerten Bedenken der SPD und der Freien Träger, das Kreisjugendreferat könnte sich in Konzeptionen einzelner Einrichtungen und Häuser einmischen, werden von den Freien Wählern nicht geteilt. Im Gegenteil: Jugendhilfe ist die eigentliche Aufgabe des Landkreises (auch nicht des KJR). Die Fraktion begrüßt daher die Aufgabenverteilung .

Vereinbart wurde, dass in etwa einem Jahr ein Zwischenbericht im JHA erfolgt.


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