Unter dem Stichwort „S-Bahn-Offensive“ richtet der Verband Region Stuttgart (VRS) den schienengebundenen ÖPNV, insbesondere die S-Bahn- auf die Zukunft aus. Den Fahrverboten, deren weitere Ausdehnung zu befürchten ist, kann man nach Auffassung des VRS und des Landes Baden-Württemberg nur durch ein deutlich gesteigertes und kostengünstiges Angebot im ÖPNV begegnen. Insgesamt steht eine finanzielle Größenordnung von nahezu 1 Mrd. € im Raum. Nach Abzug von Zuschüssen des Bundes und des Landes müssen die Kommunen, und damit letztlich deren Bürgerinnen und Bürger, diese riesige Last schultern.

In der letzten Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses stand diese Thematik im Mittelpunkt der Beratungen. Dazu wird berichtet:

Investitionsvorhaben des Verbands Region Stuttgart bei der S-Bahn Stuttgart

Nach einem ausführlichen Vortrag von Herrn Dr. Wurmtaler, VRS, zog Kreisrat Armin Elbl für die Fraktion Freie Wähler folgende Schlüsse:

Die sehr eindrucksvolle Darstellung der Fahrgastzunahme bei der S-Bahn Stuttgart von 315.000 im Jahr 2005 auf 420.000 im Jahr 2017 (+33 %), zeigt sehr deutlich, dass es sinnvoll und dringend notwendig ist, alle technischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um diesen Kundenstrom ohne weitere Schienenbauten bewältigen zu können. Die Einführung eines ETCS – ein Zugbeeinflussungssystem, das dichtere Taktzeiten ermöglicht -, sowie die Beschaffung von 56 neuen S-Bahn-Fahrzeugen scheint als Gesamtpaket zum Ausbau des 15-Minuten-Taktes auf weiteren Streckenabschnitten so gut zu sein, dass die Freien Wähler die zusätzliche Belastung für den Landkreis Esslingen von jährlich ca. 2,5 Mio.€ als gerechtfertigt ansehen.

Es bleibt allerdings zu hoffen, dass Theorie und Praxis dieser Maßnahme sehr eng beieinander liegen!

Die sich durch die Große Wendlinger Kurve eröffnende Möglichkeit einer „Tangentiale Light“ über Nürtingen zum Flughafen wird von den Freien Wählern im Kreistag als pragmatische Zwischenlösung begrüßt, zumal hierdurch auch eine Verlängerung der S 1 über Oberboihingen nach Nürtingen möglich wird.

Allerdings legen die Freien Wähler großen Wert darauf, dass diese „Tangentiale Light“ nur die zweitbeste Lösung ist und die Tangentiale von Wendlingen auf die Fildern als beste Lösung mit Hochdruck weiterverfolgt werden muss


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