Nach einem finanziellen Engpass und organisatorischen Mängeln geriet der Kreisjugendring Esslingen (KJR) Anfang 2014 in eine echte Klemme. Mit einer kräftigen Finanzspritze und einer personellen, wirtschaftlichen und organisatorischen Strukturanpassung hat der KJR jetzt wieder Tritt gefasst. Dies erklären in einer gemeinsamen Veröffentlichung Landrat Heinz Eininger und der neue Vorsitzende des KJR, Michael Medla. Maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben auch die Freien Wähler im Kreistag, insbesondere durch das Engagement ihres stellvertretenden Vorsitzenden, Bürgermeister Frank Buß aus Plochingen.

Nachstehend die gemeinsame Presseerklärung:

Evaluation bestätigt die erfolgreiche Konsolidierung des Kreisjugendrings Esslingen e.V.

„Der 2014 eingeleitete Konsolidierungs- und Entwicklungsprozess beim KJR konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Er ist eine gute Grundlage, auf der die Weiterentwicklung des KJR als wichtiger Akteur in der Jugendhilfe des Landkreises auf-bauen kann,“ dies erklärte Landrat Heinz Eininger, nachdem eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Konsolidierungsprozess evaluiert hatte.

Die Konsolidierung des Kreisjugendrings wurde in einem sehr aufwändigen Prozess im Zeitraum 2014 bis 2016 durchgeführt, vom Kreisjugendring, dem Landratsamt und den Kommunen gemeinsam getragen. Der Landrat dankte allen Beteiligten für ihre – auch finanziellen – Beiträge, ohne die eine Konsolidierung nicht gelungen wäre. „Vor allem die Kommunen haben sich hier sehr solidarisch verhalten“, sagte Heinz Eininger.

Auch der neue Vorsitzende des Kreisjugendrings, Michael Medla, zieht eine positive Bilanz: „Durch den Konsolidierungs-prozess hat der KJR eine zeitgemäße Struktur bekommen. Mit dem neuen Instrumentarium und den neuen Regularien sind wir in der Lage, solide zu wirtschaften.“

Ende 2014 war der KJR in einen Zahlungsengpass geraten. Mit Unterstützung des Landkreises konnte zunächst die Liquidität sichergestellt werden. Dies war mit der Auflage verbunden, die personellen, wirtschaftlichen und organisatorischen Strukturen beim KJR weiter zu entwickeln. Leitgedanke dabei war die Verbesserung von Transparenz und Steuerungsfähigkeit des Kreisjugendrings. Es sollte dessen Position und Rolle als wirtschaftlich stabilem und eigenständigem Partner des Landkreises und seiner Kommunen bei der Jugendarbeit auch zukünftig abgesichert sein.

Nach Abschluss des Konsolidierungsprozesses (2014 bis 2016) beauftragte der Kreistag eine Evaluation, die im Zeitraum Oktober 2018 bis Februar 2019 von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführt wurde. Dabei wurden vier Prüffelder bearbeitet:

– Bewertung der finanziellen Situation

– Stand und Weiterentwicklung der Projektergebnisse

– Bewährung der Organe/Strukturänderung und

– Befragung der Akteure.

Die Wirtschaftsprüfer stellen fest, dass der KJR durch die eingeführten Prozesse zur Unternehmenssteuerung in der Lage ist, Risiken frühzeitig zu erkennen, um ggf. geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Etablierung der Funktion einer kaufmännischen Geschäftsführung, die Einrichtung eines Verwaltungsrats, der seinen Fokus auf die wirtschaftliche Stabilität richtet und der Beirat der kommunalen Partner haben sich bewährt. Aus der Befragung der Akteure zur pädagogischen Arbeit ergab sich, dass die Kinder- und Jugendarbeit im Landkreis Esslingen weiterhin als unverändert gut eingeschätzt wird.“

In einer eigenen Pressemitteilung äußert die Kreistagsfraktion ihre Zufriedenheit mit der mittlerweile weitgehend abgeschlossenen Konsolidierungsphase:

„Wir Freien Wähler im Landkreis Esslingen begrüßen die erfolgreiche Konsolidierung, die mit der Schaffung von langfristig tragbaren Verwaltungsstrukturen beim Kreisjugendrings Esslingen e.V. verbunden ist“, so Frank Buß, der Fraktionssprecher der Freien Wähler im Jugendhilfeausschuss. Er erinnert an die unübersichtliche Ausgangslage am Anfang dieses Umstrukturierungprozesses und betont „Es war für alle Beteiligten ein hartes Stück Arbeit und wir Freien Wähler haben diesen Prozess von Beginn an mit konstruktiven Impulsen vorangebracht. Heute bin ich froh, dass der Konsolidierungsprozess erfolgreich war.“

Den Freien Wähler war es  wichtig, die qualitätvolle Arbeit des KJR in den Städten und Gemeinden sicherzustellen. Mit der Gründung des kommunalen Beirats als Interessenvertretung der Städte und Gemeinden wurde diese sehr gute Zusammenarbeit in den Jugendhäusern, bei der Schulsozialarbeit und sonstigen sozialpädagogischen Angeboten weiter vertieft. „Kommunen, Landkreis und Kreisjugendring stehen einer Verantwortungsgemeinschaft, um Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in das Leben zu fördern“, betont Frank Buß. Mit der Rahmenkonzeption für die Kinder- und Jugendarbeit im Landkreis Esslingen wurde eine ausgezeichnete fachliche Grundlage geschaffen und der Kreisjugendring Esslingen e.V. wird mit seinen ausgezeichneten sozialpädagogischen Dienstleistungen weiter eine tragende Säule sein. Mit der Einstellung einer kaufmännischen Geschäftsführerin wurde  die administrative und wirtschaftliche Kompetenz beim Kreisjugendring Esslingen e.V. deutlich gestärkt. Der Jahresabschluss 2018 dokumentiert die positive Entwicklung.

 

 

 


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