Große Infrastruktur-Vorhaben bedürfen regelmäßig der Überprüfung von Rahmenbedingungen sowie Anpassungen an neue Gegebenheiten. Das gilt auch für die aktuellen Pläne der S-Bahn-Verlängerung von Filderstadt-Bernhausen nach Neuhausen auf den Fildern. Diese haben der technische Vorstand Thomas Moser sowie der Leiter des Stabsbereiches Planung Dr. Volker Christiani der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) am Mittwoch im regionalen Verkehrsausschuss vorgestellt. Demnach muss die Inbetriebnahme um vier Jahre auf Mitte 2026 verschoben werden. Die Kosten steigen von bisher 125 auf voraussichtlich 209 Millionen Euro. Ein Großteil davon ist verursacht durch steigende Preise in der Baubranche. Eine neue Nutzen-Kosten-Untersuchung bestätigte die Wirtschaftlichkeit des Projekts. Der Verkehrsausschuss sprach sich einstimmig für die Umsetzung des Projekts aus. Im Herbst soll die Regionalversammlung über den Zuschussvertrag zum Bau der S2-Verlängerung entscheiden.

Regionalrat und Kreisrat Frank Buß (Freie Wähler) sagte:“ Die Filder sind eines der Kraftzentren in der Region Stuttgart, das sieht man auch am Verkehr.“ Deshalb sei das Projekt „zwingend“. An den Bund gerichtet, kritisierte Buß die langen Projektzeiten in Deutschland, die für eine Verkehrswende zur Erreichung der Klimaschutz-Ziele hinderlich seien.


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