3,8 % höhere Kosten melden die Unternehmen im Verkehrsverbunden Stuttgart (VVS) an. Sie haben einen Rechtsanspruch auf vollständigen Ausgleich. Nachdem schon zum 1. April die große Tarifreform mit spürbaren Verbesserungen für die Kunden gestartet ist, hat man in diesem Zug für 2019 auf eine Tariferhöhung verzichtet.

Das S-Bahn-Netz Region Stuttgart wird auf die Zukunft ausgerichtet. Dies erfordert Investitionen in Milliardenhöhe.

 

 

Der Verband Region Stuttgart und die 5 Landkreise müssen in den kommenden Jahren riesige Summen in den ÖPNV, vor allem in die S-Bahn, investieren. Man rechnet mit Aufwendungen von über 1 Milliarde €. Vor diesem Hintergrund soll die Hälfte der Kostensteigerung weitergegeben werden, also 1,9 % Tariferhöhung im Durchschnitt. Man hofft sehr optimistisch, dass die andere Hälfte durch Fahrgastzuwächse ausgeglichen werden kann. Fraktionsvorsitzender Bernhard Richter begründete in aller Kürze die Haltung seiner Fraktion: „Wir haben höhere Kosten, diese müssen mit Blick auf die künftig schwierige Haushaltslage zumindest teilweise ausgeglichen werden. Der Fahrgast erwartet in erster Linie bessere Qualität im ÖPNV. Insofern haben bei uns Investitionen in die Qualität Vorrang vor Tarifsubventionen.“

Auf Antrag der Freien Wähler in der Region sollen bei der notwendige Tariferhöhung Kinder, Studierende und Auszubildende verschont werden. Diesem Anliegen wurde im Verkehrsausschuss der Region einmütig stattgegeben. Die Kreistagsfraktion schloss sich diesem Vorgehen an.


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