Adobe Stock-Foto
Die Medius-Kliniken des Landkreises sind medizinisch und wirtschaftlich äußerst erfolgreich

Sie sind zur absoluten Ausnahme geworden: Kommunale Kliniken, die nicht vom Träger subventioniert werden müssen. Zu diesen seltenen Beispielen zählen die Medius-Kliniken des Landkreises Esslingen, die nunmehr seit 6 Jahren positive Zahlen schreiben und in der Lage sind, Investitionen aus eigener Kraft zu schultern.

Der Bilanzgewinn von 7,3 Mio. € blieb zwar etwas hinter den Erwartungen zurück (9,1 Mio. €), ist aber erneut eine stolze Leistung der Verantwortlichen in der Klinikleitung mit der gesamten Belegschaft. Die Häuser in Nürtingen, Kirchheim und Ruit genießen einen außerordentlich guten Ruf, was die Jahr für Jahr steigenden Patientenzahlen dokumentieren. Mittlerweile wurde die Grenze von 47.000 Patienten überschritten. Und dies  obwohl ältere Gutachten zur Entwicklung der Kliniken eher eine Stagnation erwarten ließen.

Das positive Ergebnis von 4,5 % schafft den Kliniken den finanziellen Spielraum für die großen Investitionen in Nürtingen und vor allem in Ruit.

Die Kliniken sind es ihrem Ruf schuldig, bei der Besetzung von Chefarztstellen höchste Anforderungen zu stellen. Neue Chefärztin der Inneren ist Frau Professorin Dr. Tanja Kühbacher. Frau Dr. Theodora Wahler leitet künftig den Bereich Hand-, Plastische- und Ästhetische Chirurgie. Im Aufbau befindet sich eine Abteilung für Gefäßchirurgie, die von Chefarzt Dr. Christoph Lutz geleitet wird.

2019 tätigten die Kliniken Investitionen von mehr als 19 Mio. €, vom Land gefördert mit 4,5 Millionen. Auf den ersten Blick recht hoch sind mit rd. 37 Mio. € die Rücklagen für künftige Investitionen. Angesichts eines mittelfristigen Investitionsprogramms von mehr als 200 Millionen € nur das Fundament. Schwerpunkt wird die Ertüchtigung der Klinik in Ruit sein. Die Arbeiten am Nürtinger Haus (Bettenbauten und 2 OP-Säle) laufen planmäßig.

Landrat Heinz Eininger und Klinikgeschäftsführer Thomas Kräh zeigten sich bei den Beratungen im Kreistag hochzufrieden und vergaßen nicht, das aufopfernde Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nicht nur in der Corona-Krise, hervorzuheben.

 


Druckansicht dieses Artikels Druckansicht dieses Artikels