Mit Recht kann der Landkreis Esslingen stolz sein auf seine Vorreiterrolle i.S. Umwelt- und Klimaschutz. Die beim Kreis angesiedelte Energieagentur soll mit einer Weiterentwicklung ihre Aufgaben in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden noch besser wahrnehmen können. Darüber wurde im Kreistag am 10. Dezember beraten und entschieden. Für die Fraktion sprach Kreisrat Bürgermeister Günter Riemer. Hier sein Beitrag:

 

In Krisen braucht es Mut zu deren Bewältigung.

Der heutige Beschluss zur Neuausrichtung und Weiterentwicklung der Energieagentur zur Klimaschutzagentur ist daher ein bedeutender Meilenstein für den gesamten Landkreis Esslingen.

Schauen wir zurück:

Angefangen als gemeinnützige Gesellschaft mit der Aufgabe der Energieeinsparung durch Beratung von Einzelpersonen und Gewerbe hatte die Energieagentur mit nur neun Gesellschaftern nicht die ausreichende Durchschlagskraft.

Schauen wir auf den heutigen Stand:

Klimaschutz ist eine der Megaaufgaben unserer Zeit geworden. Und das global. Und das sicher noch lange. Daher begrüßen wir den Weg der formellen Überführung der seitherigen Agentur in die Klimaschutzagentur des Landkreises.

Chapeau, all denen die mit Energie und Überzeugung an der Konstruktion der KLISCHA gearbeitet haben.

Danke dem Landkreis, den großen Kreisstädten und den Kommunen, die als Mitglieder den kommunalen Verein tragen.

Der heutigen Presse habe ich entnommen, dass noch nicht alle dabei sind, aber, Herr Landrat, die Türen sind ja geöffnet.

Damit wird neben der Finanzierung der Agentur ein wichtiger Baustein zum kommunalen Klimaschutz gewährleistet, nämlich ein umfangreicher Katalog von Angeboten an die Kommunen.

Klimaschutz muss von vielen getragen werden, wenn er wirken soll. Aber das ist ja nichts Neues. Angebote für Kommunen, Gewerbe, private Haushalte. Als Beratung, Kampagne, konkrete Unterstützung. Ein Portfolio, das sich sehen lassen kann.

Auch mit dem Personal geht es voran. Die Stelle der Geschäftsführung kann besetzt werden

Und mit der Finanzierung. Gerade eben haben wir im Zuge des Haushaltsbeschlusses die Mittel zur Verfügung gestellt.

Wie gesagt es ist ein langes und ausdauerndes Bohren dicker Bretter mit dünnen Bohrern. Wobei das Brett eher ein Eichenstamm ist.

Aber wie eingangs gesagt: Wir haben den Mut und in einer Krise zeigt sich ja bekanntlich was alles geht, obwohl es kaum vorstellbar gewesen ist.

Schauen wir auf das Jahr 2050:
Wir wünschen uns, dass dann das heutige Datum als Beginn der engagierten und kompetenten Beratung und der Mitnahme der Menschen als ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in eine klimaneutrale Zeit manifestiert ist.
Politische Entscheidungsträger, die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Esslingen, Gewerbe und Industrie wurden motiviert und hoch kompetent beraten. Sie sind überzeugt, dass sich Klimaschutz nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch rechnet.

Unseren Kindern und Enkeln wünsche ich dann diese Erkenntnis.

Hermann Hesse, dessen Werk immer wieder von Krisen handelt, wird häufig mit dem Anfang seines Stufengedichtes zitiert: „Allem Anfang wohnt ein Zauber inne“.

Diesen Satz möchte ich gerne der neuen Geschäftsführung und den Mitarbeitenden der KLISCHA mitgeben.

Verbunden mit dem Dank an alle Mitwirkenden für ein erfolgreiches Projekt und der Überzeugung, dass wir die Chance für eine klimafreundliche Zeit nutzen werden stimmen wir der Gründung der Klimaschutzagentur zu und wünschen der Klimaschutzagentur des Landkreises Esslingen gGmbH eine sonnige und erfolgreiche Zukunft.

 

 

 


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