Auf dem Weg zu einem preisgünstigen Jahresticket wird der Kreisanteil für das Scool-Abo von bisher 11,50 € auf 15 € pro Monat angehoben. Dies wird als Zwischenschritt bis zur Einführung eines preisgünstigen Jahrestickets gesehen. Da das Scool-Abo in den vergangenen Monaten oft nicht in Anspruch genommen werden konnte, hat die Fraktion Freie Wähler beantragt, zusätzlich zu der vorgesehenen Erstattung eines Monatsbeitrags (durch das Land) einen weiteren Monatsbeitrag zu Lasten des Landkreisetats auszuzahlen.

Kreisrat Armin Elbl –
Familien beim Scool-Abo stärker entlasten

In der Kreistagssitzung am 25. März führte dazu der Sprecher der Fraktion, Kreisrat Armin Elbl, aus:

“ Sehr geehrter Herr Landrat, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

wir Freien Wähler halten den zwischen den Verbundlandkreisen und der Stadt Stuttgart erarbeiteten Vorschlag zur Erhöhung des Kreisanteils an den Scool-Abos von bisher 11,50 auf 15 € für sehr gut und vertretbar. Dies ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit, bedeutet es doch im Jahr 2021 einen Mehraufwand für den Landkreis von immerhin 265.000 € und in den Folgejahren sogar 725.000 €.

Uns ist es jedoch wichtig, dass es auch in der Zukunft eine verbundweit einheitliche Schülermonatskarte gibt, die den Schülerinnen und Schülern auch in der Freizeit ein attraktives Angebot eröffnet. Somit trägt die Erhöhung des Kreiszuschusses einerseits zur finanziellen Entlastung der Familien gerade in Corona Zeiten bei andererseits trägt sie aber auch den Mobilitätsbedürfnissen der Schülerinnen und Schüler Rechnung. Die Kreisverwaltung sieht diese Erhöhung als Zwischenschritt auf dem Weg zum 365 € Ticket, was wir sehr begrüßen. Daher haben wir auch den Antrag der Grünen unterstützt, dass die Umsetzung des 365 € Tickets in den nächsten 3 Jahren angestrebt werden sollte, und zwar verbundeinheitlich.

Wie uns nun mehr oder weniger zufällig bekannt wurde, hätte es aber auch noch die Möglichkeit gegeben, dass sich die Verbundlandkreise um eine Bundesförderung von 67 % hätten bewerben können. Es ist uns völlig unverständlich, dass diese Chance von den Landräten nicht am Schopf gepackt wurde, zumal es doch bei uns im Landkreis erst in den Haushalts-Beratungen 2020 einen nahezu gleichlautenden Antrag der SPD gegeben hatte, der von uns und auch von anderen Fraktionen mehrheitlich im Kreistag befürwortet wurde.

In diesem Zusammenhang möchte ich aber auch auf unseren Antrag von der letzten Woche verweisen, in dem wir uns entschieden dafür einsetzen, dass den Eltern, die trotz Lockdown das Scoolabo ihrer Kinder nicht gekündigt haben, ein fairer Ausgleich in Form einer einmonatigen Rückerstattung geschaffen wird. Wenn schon das Land meint, dies durch einen Gebührenverzicht im April machen zu müssen, in dem viele Schüler das Scoolabo schon nicht mehr nutzen, dann muss hier der Landkreis in die Bresche springen, um das Vertrauen der Menschen in die Politik zu erhalten. Wenn auch dies eine bittere Pille ist, für das Versäumnis anderer eintreten zu müssen und mit einer Belastung für den Landkreis von fast 1 Mio. € verbunden ist.“

Dass sich viele Eltern durch die Regelung des Landes zur Rückerstattung eines Monatsbeitrags schlecht behandelt fühlen, zeigt ein Schreiben von Weilheimer Eltern, das Sie hier aufrufen können: